Erstellt am:24.07.2025- Zuletzt aktualisiert:24.07.2025
Laura ist 25 Jahre alt, Mutter einer dreijährigen Tochter und seit Anfang des Jahres Cannabis-Patientin. Nach negativen Erfahrungen mit herkömmlichen ADHS-Medikamenten fand sie in medizinischem Cannabis eine verträgliche Alternative. Ihre Erfahrungen zeigen, wie unterschiedlich die Nebenwirkungen verschiedener Behandlungsansätze sein können.
Also, ich bin Laura. Ich bin 25 Jahre alt, Mutter einer 3-jährigen Tochter. Ich bin Cannabispatientin. Seit Januar dieses Jahres, also Anfang diesen Jahres. Aus verschiedenen Gründen. Unter anderem ADHS, PTBS wegen depressiven Episoden und auch Angst und Schlafstörungen. Ich habe meine ADHS Diagnose und alle weiteren Diagnosen, die ich gerade genannt habe, auch Anfang des Jahres bekommen. Mit Empfehlungen ein anderes Medikament zu testen und zwar Medikinet.
Das habe ich auch gemacht. Ich wurde vor und während der Einstellung ärztlich betreut und hatte nie Probleme mit dem Herzen oder so und ich hatte dann Vorhofflimmern bekommen während der Einnahme von Medikamenten und habe das dann auch ganz schnell beendet, weil ich mich damit nicht wohlgefühlt habe und dann bin ich über mein Cannabisberater zu dem Arzt gekommen und habe mich beraten lassen.
Erst mal von Herrn Jator, habe meine Lage geschildert und gesagt So sieht es aus. Ich hatte Probleme mit Medikinet. Ich bin dem sehr skeptisch gegenüber. Was würden Sie empfehlen? Und er hat mir Cannabis empfohlen, was ich auch erst mal nicht gedacht habe, was ich es erwähnen wollte. Unter anderem wird Cannabis auch. Genutzt, um meine chronischen Kopfschmerzen zu behandeln.
Ich bin kein Mediziner, aber ich weiß auch nicht, ob das vom ADHS kommt oder so, aber ich habe täglich mit Kopfschmerzen zu kämpfen gehabt und durch das Medikinet wurde das zum Beispiel nicht besser. Und so kam ich dann dazu. Wir saßen hier, haben alles durchgesprochen und dann kam die Empfehlung, wir könnten es ja mal mit Cannabis versuchen. Vorurteile hatte ich nicht.
Mir war bewusst das es Cannabis als Medizin nicht es Präparate als medizinische Präparate gibt, aber mir war nicht bewusst, dass ich es. Dass ich jetzt ein Cannabis Patient sein kann. Das war mir nicht bewusst und da hat er mich sehr gut aufgeklärt. Ich denke die Gesellschaft ist auch Zwiegespräch Spalten. Vorurteile gibt es natürlich auch in meinem Bekanntenkreis. Leider.
Man muss ja differenzieren zwischen ist das Medikament nutze ich das Medikament? So als Medikament oder missbrauche ich. Ich kann jedes Medikament missbrauchen, also kann ich eigentlich gegen jedes Medikament Vorurteile haben. Aber selbst die Erfahrung machen hilft definitiv dabei. Ansonsten im Moment überlegen. Also an Bekannten Kreis habe ich es beispielsweise nicht eben gesagt, weil ich weiß, dass da definitiv Leute Vorurteile gegen haben und direkt vielleicht auch abstempeln würden.
Mich abstempeln im Sinne von ja, das ist auch die Droge, da brauchen es überhaupt ein Medikament, aber die Leute haben sich meistens eher nicht damit befasst und auch mit dem Krankheitsbild wahrscheinlich nichts zu tun. Dass er das beurteilen kann. Also ist da einfach zu differenzieren. Nutze ich das Medikament medizinisch und so, wie es vorgeschrieben ist oder was brauche ich das?
Und das kann ich bei jedem Medikament machen. Ich ziehe mich eher zurück, ich bekomme Blüten und Öltropfen, also Extrakte. Ähm, beruflich bedingt nehme ich Tag, wenn ich es brauche, das Öl, weil ich nicht eben mal rausgehen kann. Und im Beruf ist das auch nicht. Ich arbeite in einem sehr konservativen Beruf und da ist es ein bisschen schwieriger, währenddessen rauszugehen und das mit allen zu kommunizieren.
Also beruflich.
Würde ich es, gäbe es da bestimmt auch Vorurteilen. Also da ziehe ich mich eher zurück und ich dosiere ziemlich im niedrigen Bereich, also Microdosing. Ich habe gemerkt, dass mir das am besten hilft, also bei der Sortenfindung. Im Laufe des Jahres habe ich mir auch den Herrn Bornemann an meiner Seite gehabt und auch immer mal wieder gefragt hier, ich brauche da mal eine andere Sorte.
Irgendwie war die nicht so gut und dann haben wir halt über die verschiedensten, auch typischen Profile gesprochen. Was hilft denn überhaupt bei den Erkrankungen? Und da kamen wir dann auf.
Die verschiedensten Medikamente, die da da tappen, die mir auf jeden Fall helfen. Zum Beispiel Dämonen. Man kann sehr gut dosieren, vor allem mit dem Vaporizer kann man sehr gut dosieren und ich rauche. Also Rauch ist es ja gar nicht. Vaporist und so, ich fange bei 140 Grad an und beende auch immer bei 160 Grad. Ich gehe nie höher und benutze auch relativ wenig, also nicht viel.
Beispielsweise bei den Kopfschmerzen. Wenn ich vapor, merke ich, dass meine Kopfschmerzen nicht mehr da sind. Also da habe ich im Gegensatz zu IBU oder nur in so hohen direkt eine Veränderung am beeinträchtigen tut es mich nicht. Ich bin ziemlich dosiert ziemlich weit unten und merke, dass ich beispielsweise dann auch wenn ich eine depressive Episode habe und vielleicht ein bisschen lustlos und einfach nicht hoch komme, dass ich dann merke Oh, so, ich habe jetzt noch Papierkram zu erledigen, das mache ich jetzt und mich ist Haushalt, das muss auch noch gemacht werden.
Ich werde auch aktiv dabei und das nützt mir ziemlich gut. Auch bei der Arbeit beispielsweise. Wenn dann mal was Privates dazwischenkommt, dann haut mich das gerne mal raus. Aber mit Cannabis kann ich dabei bleiben. Also am Ball bleiben und die Wirkung merke ich sehr doll. Was ich auch stark merke, ist meine Schlafprobleme, von denen ich gesprochen habe. Ich habe früher ganz starke Schlafprobleme gehabt, also auch durch Schlafschwierigkeiten.
Ich bin immer wieder in der Nacht aufgewacht, war gestresst, aufgeschreckt und das habe ich jetzt gar nicht mehr. Und da kannte ich jetzt kein Medikament, dass mir so geholfen hat. Und was die Kopfschmerzen angeht. Bevor ich medizinisches Cannabis genommen habe, habe ich sehr bedacht im Bus genommen, weil ich mir nicht unbedingt immer ibus reinschmeißen wollte. Das definitiv ja.
Ja, weil weil das Medikament wirkt und brauche ich nicht nehmen oder nur weil jenes wirkt nicht. Also ich habe Kopfschmerzen und das bringt mir nichts und. Da hat mir. Dabei hilft mir auf jeden Fall das Cannabis am besten. Bisher ja und? Lebensqualität hat es mir auf jeden Fall wieder gegeben. Es fängt bei der Antriebslosigkeit an und. Hört bei bei den Kopfschmerzen auf.
Ich weiß ja definitiv. Ich habe eine Bescheinigung, die muss immer alle drei Monate aktualisiert werden. Also man muss schauen, Bin ich fahrtüchtig oder nicht?
Und damit und das habe ich in meinem Portemonnaie und habe es dabei. Ich wurde aber bisher noch nicht von der Polizei angehalten und befragt oder so, da hatte ich nie Probleme mit bisher. Also ich bin im engen Austausch mit Herrn Haider, Jathoff und Herr Born vor allem immer wieder, wenn es um Sortenfindung geht. Wenn ich was Neues, vielleicht was anderes probieren möchte, was mir vielleicht besser hilft.
Ich habe jetzt im Januar habe ich einen Termin, also die große Verlaufskontrolle nennt sich das, glaube ich. Und ich war auch zwischendurch immer mal wieder da, um was zu fragen. Also da bin ich schon echt im engen Austausch. Und wenn was ist, ruf ich an! Ich finde es wichtig, dass medizinisches Cannabis, also dass die Einnahme von medizinischem Cannabis betreut wird.
Das finde ich wichtig. Aber immer jemanden an der Hand hat und die man fragen kann, ähm, wenn es da irgendwelche Probleme gibt oder weiteres. Ich finde es sehr sehr wichtig, sogar.
Als ich salopp zu informieren. Es gibt dafür verschiedene zertifizierte Berater und ich finde das wichtig, dass medizinisches Cannabis auch irgendwo betreut wird. Und was die Legalisierung angeht.
Sehe ich da auch nur positive Dinge? Also gerade der Jugendschutz oder? Der Schwarzmarkt, Das sind so ein paar Sachen, die könnte man doch damit ein bisschen unter Kontrolle bringen, weil auch wenn es auch wenn Cannabis nicht legal wäre, würden die Leute es trotzdem nehmen Und wenn sie es aus medizinischen Aspekten nehmen, finde ich es wichtig, darüber aufzuklären und auch gerade im jungen Bereich da vielleicht auch ein bisschen Jugendschutz mit reinzubringen.
Laura erhielt zunächst eine ADHS-Diagnose und sollte Medikinet einnehmen. Trotz ärztlicher Betreuung und ohne vorherige Herzprobleme entwickelte sie während der Einnahme Vorhofflimmern - eine schwerwiegende Herzrhythmusstörung. „Ich hatte dann Vorhofflimmern bekommen während der Einnahme von Medikinet und habe das dann auch ganz schnell beendet, weil ich mich damit nicht wohlgefühlt habe", berichtet sie.
Diese Erfahrung zeigt, dass auch zugelassene ADHS-Medikamente erhebliche und potenziell gefährliche Nebenwirkungen haben können. Das Vorhofflimmern war für Laura so beunruhigend, dass sie die Behandlung sofort abbrach.
Nach dem Abbruch der Medikinet-Therapie wandte sich Laura an einen Cannabis-Berater und Arzt. Neben ADHS leidet sie auch unter PTBS, depressiven Episoden, Angststörungen, Schlafstörungen und chronischen Kopfschmerzen - ein komplexes Krankheitsbild, das eine umfassende Behandlung erfordert.
„Vorurteile hatte ich nicht. Mir war bewusst, dass es Cannabis als Medizin gibt, aber mir war nicht bewusst, dass ich jetzt ein Cannabis-Patient sein kann", erklärt Laura ihre anfängliche Überraschung über diese Behandlungsoption.
Im Gegensatz zu den schwerwiegenden Problemen mit Medikinet berichtet Laura von deutlich weniger belastenden Nebenwirkungen bei medizinischem Cannabis. „Im Gegensatz zu IBU oder nur in so hohen [Dosen] - direkt eine Veränderung am beeinträchtigen tut es mich nicht. Ich bin ziemlich dosiert, ziemlich weit unten", beschreibt sie ihre Erfahrung.
Die niedrige Dosierung ermöglicht es ihr, die positiven Effekte zu nutzen, ohne sich in ihrer Funktionsfähigkeit eingeschränkt zu fühlen. Dies steht in deutlichem Kontrast zu ihrer Erfahrung mit Medikinet, das zu lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen führte.
Laura berichtet von einer deutlichen Verbesserung ihrer depressiven Episoden: „Wenn ich eine depressive Episode habe und vielleicht ein bisschen lustlos und einfach nicht hoch komme, dass ich dann merke: Oh, so, ich habe jetzt noch Papierkram zu erledigen, das mache ich jetzt und Haushalt, das muss auch noch gemacht werden. Ich werde auch aktiv dabei und das nützt mir ziemlich gut."
Ein häufiges Problem bei ADHS ist die Schwierigkeit, bei Aufgaben zu bleiben, wenn Störungen auftreten. Laura erklärt: „Auch bei der Arbeit beispielsweise, wenn dann mal was Privates dazwischenkommt, dann haut mich das gerne mal raus. Aber mit Cannabis kann ich dabei bleiben, also am Ball bleiben und die Wirkung merke ich sehr doll."
Besonders beeindruckend sind die Auswirkungen auf ihre Schlafqualität: „Ich habe früher ganz starke Schlafprobleme gehabt. Ich bin immer wieder in der Nacht aufgewacht, war gestresst, aufgeschreckt und das habe ich jetzt gar nicht mehr. Und da kannte ich jetzt kein Medikament, dass mir so geholfen hat."
„Was die Kopfschmerzen angeht - bevor ich medizinisches Cannabis genommen habe, habe ich sehr bedacht Ibu genommen, weil ich mir nicht unbedingt immer Ibus reinschmeißen wollte. Da hilft mir auf jeden Fall das Cannabis am besten."
Ein wichtiger Aspekt der medizinisches Cannabis Nebenwirkungen betrifft die Fahrtüchtigkeit. Laura geht verantwortungsvoll mit diesem Thema um: „Ich habe eine Bescheinigung, die muss immer alle drei Monate aktualisiert werden. Also man muss schauen: Bin ich fahrtüchtig oder nicht? Und das habe ich in meinem Portemonnaie und habe es dabei."
Diese regelmäßige ärztliche Kontrolle gewährleistet, dass die Dosierung so eingestellt ist, dass keine Beeinträchtigung der Fahrtüchtigkeit vorliegt.
Laura betont die Wichtigkeit der kontinuierlichen ärztlichen Begleitung: „Ich bin im engen Austausch mit Herrn Haider, Jathoff und Herr Born vor allem immer wieder, wenn es um Sortenfindung geht. Wenn ich was Neues, vielleicht was anderes probieren möchte, was mir vielleicht besser hilft."
Diese individualisierte Betreuung ermöglicht es, die Therapie kontinuierlich zu optimieren und mögliche Nebenwirkungen zu minimieren. „Ich finde es wichtig, dass medizinisches Cannabis, also dass die Einnahme von medizinischem Cannabis betreut wird. Das finde ich wichtig."
Laura sieht sich leider immer noch mit Vorurteilen konfrontiert: „Vorurteile gibt es natürlich auch in meinem Bekanntenkreis. Leider. Man muss ja differenzieren zwischen: Nutze ich das Medikament als Medikament oder missbrauche ich? Ich kann jedes Medikament missbrauchen."
Sie hat sich entschieden, in ihrem weiteren Bekanntenkreis nicht offen über ihre Cannabistherapie zu sprechen, „weil ich weiß, dass da definitiv Leute Vorurteile gegen haben und direkt vielleicht auch abstempeln würden."
Zusammenfassend beschreibt Laura die Auswirkungen von medizinischem Cannabis auf ihr Leben: „Lebensqualität hat es mir auf jeden Fall wieder gegeben. Es fängt bei der Antriebslosigkeit an und hört bei den Kopfschmerzen auf."
Diese umfassende Verbesserung verschiedener Symptome bei gleichzeitig geringen Nebenwirkungen zeigt das Potenzial von medizinischem Cannabis als Alternative zu herkömmlichen ADHS-Medikamenten, besonders wenn diese nicht vertragen werden.
Dr. Rolf-Wilhelm Schlüter, ein erfahrener Arzt für Cannabismedizin, bestätigt Lauras Erfahrungen. Er behandelt häufig ADHS-Patienten, „die Ritalin-Wahnsinn, also Amphetamine-Derivate ausprobiert haben, die aber nicht gut vertragen, die eine Wesensveränderung hatten."
Bei herkömmlichen ADHS-Medikamenten und Antidepressiva reiche „das Format gar nicht, um aufzuzählen, was für Nebenwirkungen diese Mittel bei dem Patienten alle haben. Nicht zu sagen, dass Cannabis jetzt keine hat. Aber viele Menschen vertragen Cannabis in den Fällen besser und kommen einfach nicht so gut klar mit konventionellen Psychopharmaka."
Dr. Schlüter betont, dass Cannabis nicht als Allheilmittel betrachtet werden sollte, sondern als Teil einer umfassenden Behandlung: „Cannabis kann jetzt zum Beispiel, wenn andere Mittel nicht mehr so funktioniert haben oder unverträglich waren, dazu führen, dass man eine bessere Stimmung hat, einen besseren Antrieb hat."
Wichtig sei dabei die begleitende Betreuung: „Die Therapie ist nicht nur beschränkt darauf, jemandem ein Rezept aufzuschreiben und dann ist gut, sondern man muss ihn auch begleiten."
Lauras Erfahrung zeigt exemplarisch, dass medizinisches Cannabis Nebenwirkungen deutlich geringer ausfallen können als bei herkömmlichen ADHS-Medikamenten. Während Medikinet bei ihr zu lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen führte, ermöglicht ihr Cannabis ein normales Leben ohne schwerwiegende Nebenwirkungen.
Wichtig ist jedoch die individuelle Betrachtung jedes Falles und die kontinuierliche ärztliche Begleitung. Nicht jeder Patient reagiert gleich auf Medikamente, und was für einen Patienten gut funktioniert, muss nicht zwangsläufig für andere geeignet sein.
Die regelmäßigen Kontrollen, die Anpassung der Dosierung und die offene Kommunikation zwischen Patient und Arzt sind entscheidende Faktoren für eine erfolgreiche Cannabistherapie mit minimalen Nebenwirkungen.
Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich der Information und ersetzt nicht die professionelle medizinische oder rechtliche Beratung. Bei Fragen zur Cannabistherapie wenden Sie sich an spezialisierte Ärzte oder nutzen Sie unser Kontaktformular.
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Einige Erwachsene mit ADHS berichten, dass sie durch medizinisches Cannabis ruhiger, fokussierter und weniger impulsiv werden.1,2 Allerdings reagiert jeder unterschiedlich und die Studienlage ist noch begrenzt. Medizinalcannabis kann eine alternative Therapieoption Option sein, wenn herkömmliche ADHS-Medikamente nicht ausreichen.
1 Mitchell JT, Sweitzer MM, Tunno AM, Kollins SH, McClernon FJ. "I Use Weed for My ADHD": A Qualitative Analysis of Online Forum Discussions on Cannabis Use and ADHD. PLoS One. 2016 May 26;11(5):e0156614. doi: 10.1371/journal.pone.0156614. PMID: 27227537; PMCID: PMC4882033.
2 Sarris J, Sinclair J, Karamacoska D, Davidson M, Firth J. Medicinal cannabis for psychiatric disorders: a clinically-focused systematic review. BMC Psychiatry. 2020 Jan 16;20(1):24. doi: 10.1186/s12888-019-2409-8. PMID: 31948424; PMCID: PMC6966847.
Bei ordnungsgemäßer medizinischer Anwendung ist der Führerscheinentzug unwahrscheinlich. Wichtig sind eine ärztliche Begleitung der Therapie, eine ärztliche Dokumentation und der Nachweis der medizinischen Notwendigkeit.
Einige Erwachsene mit ADHS berichten, dass sie durch medizinisches Cannabis ruhiger, fokussierter und weniger impulsiv werden.1,2 Allerdings reagiert jeder unterschiedlich und die Studienlage ist noch begrenzt. Medizinalcannabis kann eine alternative Therapieoption Option sein, wenn herkömmliche ADHS-Medikamente nicht ausreichen.
1 Mitchell JT, Sweitzer MM, Tunno AM, Kollins SH, McClernon FJ. "I Use Weed for My ADHD": A Qualitative Analysis of Online Forum Discussions on Cannabis Use and ADHD. PLoS One. 2016 May 26;11(5):e0156614. doi: 10.1371/journal.pone.0156614. PMID: 27227537; PMCID: PMC4882033.
2 Sarris J, Sinclair J, Karamacoska D, Davidson M, Firth J. Medicinal cannabis for psychiatric disorders: a clinically-focused systematic review. BMC Psychiatry. 2020 Jan 16;20(1):24. doi: 10.1186/s12888-019-2409-8. PMID: 31948424; PMCID: PMC6966847.
In Foren und Selbsthilfegruppen teilen viele ihre Erfahrungen. Die Berichte sind sehr unterschiedlich – manche profitieren deutlich, andere weniger. Besonders bei Unruhe und Schlafproblemen zeigen sich oft positive Effekte. Jeder Mensch reagiert anders. Lesen Sie hier Beiträge von ADHS PatientInnen, die von ihren Erfahrungen berichten.
Es gibt verschiedene Darreichungsformen von Medizinalcannabis, wie die Inhalation oder die orale Aufnahme über Öle oder Kapseln. Ihr Arzt/ihre Ärztin erstellt einen individuellen Therapieplan für Sie. Auch die Dosierung wird im Therapieverlauf auf sie eingestellt. Besprechen Sie mit Ihrem Arzt/ihrer Ärztin, welche Form am besten für Sie geeignet ist.
Sie sind nicht verpflichtet, von Ihrer Therapie zu erzählen, solange Ihre Leistung nicht beeinträchtigt wird. Medizinalcannabis zur Behandlung zahlreicher Symptome wird gesellschaftlich zunehmend akzeptiert. Ein offener Austausch hilft meistens dabei, Vorbehalte und Fragen zu Medizinalcannabis zu klären.
Bei medizinischer Anwendung unter ärztlicher Aufsicht ist das Abhängigkeitsrisiko von Medizinalcannabis gering, da die Dosis und die Verschreibungsmenge sorgfältig von dem/der behandelnden Ärzt:in überwacht werden.
Medizinisches Cannabis wirkt über das körpereigene Endocannabinoidsystem (ECS). Das ECS reguliert die physiologischen Prozesse im Körper und spielt eine Schlüsselrolle u. a. bei der Schmerzregulation, Neurogenese und der Immunantwort. Die aktiven Bestandteile von Cannabis wie Tetrahydrocannabiol (THC) und Cannabidiol (CBD), interagieren mit den Cannabinoid-Rezeptoren CB1 und CB2 im Körper.3,4 Dabei entfaltet THC unter anderem beruhigende und schmerzlindernde Wirkungen, während die nicht-psychoaktive Komponente CBD vor allem angstlösend und ebenfalls beruhigend wirkt.5
3 Castorena CM, Caron A, Michael NJ, Ahmed NI, Arnold AG, Lee J, Lee C, Limboy C, Tinajero AS, Granier M, Wang S, Horton JD, Holland WL, Lee S, Liu C, Fujikawa T, Elmquist JK. CB1Rs in VMH neurons regulate glucose homeostasis but not body weight. Am J Physiol Endocrinol Metab. 2021 Jul 1;321(1):E146-E155. doi: 10.1152/ajpendo.00044.2021.
4 Di Marzo V, Piscitelli F. The Endocannabinoid System and its Modulation by Phytocannabinoids. Neurotherapeutics. 2015 Oct;12(4):692-8. doi: 10.1007/s13311-015-0374-6.
5 Lucas CJ, Galettis P, Schneider J. The pharmacokinetics and the pharmacodynamics of cannabinoids. Br J Clin Pharmacol. 2018 Nov;84(11):2477-2482. doi: 10.1111/bcp.13710. Epub 2018 Aug 7. PMID: 30001569; PMCID: PMC6177698.
Rechtlich ist es nicht ausgeschlossen, aber Ärzte sind sehr zurückhaltend bei Minderjährigen. Nur in Ausnahmefällen bei sehr schwerer ADHS und wenn alle anderen Therapien versagt haben. Oft wird zu CBD-reichen Produkten gegriffen.
Patient:innen mit ADHS berichten von weniger Nebenwirkungen als mit konventionellen ADHS-Medikamenten. Einige berichten von einer positiven Wirkung auf Symptome wie Hyperaktivität und Impulsivität unter Medizinalcannabis.7
7 Stueber A, Cuttler C. Self-Reported Effects of Cannabis on ADHD Symptoms, ADHD Medication Side Effects, and ADHD-Related Executive Dysfunction. J Atten Disord. 2022 Apr;26(6):942-955. doi: 10.1177/10870547211050949. Epub 2021 Oct 11. PMID: 34632827.
Die häufigsten Nebenwirkungen sind u. a. anfängliche Müdigkeit, Schwindel oder trockener Mund.6 Die meisten Nebenwirkungen treten zu Beginn der Therapie auf und lassen mit der Zeit nach. Durch eine ärztliche Begleitung und individuelle Dosierung können die Nebenwirkungen minimiert werden. Bei Unsicherheiten sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin.
6 Bar-Lev Schleider L, Mechoulam R, Sikorin I, Naftali T, Novack V. Adherence, Safety, and Effectiveness of Medical Cannabis and Epidemiological Characteristics of the Patient Population: A Prospective Study. Front Med (Lausanne). 2022 Feb 9;9:827849. doi: 10.3389/fmed.2022.827849.