Erstellt am:21.06.2025- Zuletzt aktualisiert:23.07.2025
Manchmal gibt es Momente im Leben, die alles verändern. Für mich war es der Tod meines Sohnes – ein Ereignis, das mein Leben in ein tiefes Loch stürzte. Plötzlich war nichts mehr wie vorher. Trauer, Hoffnungslosigkeit, Schlaflosigkeit und das Gefühl, innerlich zerbrochen zu sein, bestimmten meinen Alltag. Ich entwickelte schwere Depressionen, eine posttraumatische Belastungsstörung und ausgeprägte Schlafprobleme. Die Welt wurde grau und schwer, jeder Tag fühlte sich an wie ein unüberwindbarer Berg.
Doch dieser Bericht soll nicht nur von Schmerz handeln, sondern auch von einem Weg zurück ins Leben – und davon, wie Medizinalcannabis dabei eine entscheidende Rolle gespielt hat.
Hi, ich bin der Collin, bin 23 Jahre alt und meine Diagnose ist schwere Depressionen und eine posttraumatische Belastungsstörung sowie Schlafstörungen, die durch den Tod meines Sohnes verursacht wurden. Also gehört habe ich schon öfter davon. Hat mich auch immer ziemlich viel informiert über Cannabis Allgemein fand ich auch immer sehr interessant. Da hatte ich dann schon viele Vorkenntnisse gehabt, war aber auch erst mal mit Anti depressiva eingestellt.
War dann auch ein langer Weg. Habe auch lange nach einem Arzt gesucht im Vernünftigen, der sich wirklich auskennt, der mich nicht stigmatisiert. Und bin dann durch Zufall Influenza auch auf die Praxis aufmerksam geworden. Und so kam ich dann nach und nach zur Cannabis Therapie. Genau genau stand auch vor meiner. Vom Beginn der Therapie habe ich angefangen mich selbst zu therapieren, weil ich gemerkt habe einfach die Anti depressiva, die ganzen Tabletten, die tun mir nicht gut die Macht und die helfen mir nicht wirklich.
Und so hat es dann selbst auch erst mal ausprobiert, bis dann gesagt habe okay, das wirkt wirklich sehr gut und bin dann auch auf der Suche nach einem Arzt gewesen. Und meiner Meinung nach gibt es eigentlich nur Vorteile und gar keine Nachteile. Zum Beispiel bei den Anti depressiva. Die haben habe ich eine genommen, war gar keine Wirkung. Bei zwei Tabletten war die Wirkung viel zu stark.
Ich war nur noch verschlafen, hatte innerlich weiß gewesen. Und beim Cannabis ist genau das Gegenteil. Ich kann am Leben teilnehmen, ich habe wieder Freude am Leben, ich kann durchschlafen und es hat eigentlich für mich nur positive, nur Vorteile und gar keine Nachteile im Gegensatz zu Anti depressiva. Vorteile im Freundeskreis und bei der Familie gab es eigentlich nicht. Die sind auch soweit eigentlich relativ sehr gut aufgeklärt, dass sie wissen was es ist.
Auch medizinisches Cannabis. Man hört aber öfter mal, wenn man neue Leute kennenlernt mit denen mal wird es gemacht und wenn es nur kiffen. So war es dann. Aber da kann man ganz schnell wieder aufklären und dann die Vorurteile aus dem Weg räumen. Ganz klassisch im Vaporizer. Es wird klein gemacht, kommt dann in die Kartusche rein und es wird nicht verbrannt, wie das zum Beispiel bei einem Joint ist.
Es wird ganz normal verdampft, was auch wesentlich gesünder ist. Ich war vorher eine ganze Zeit lang auch trotz Antidepressiva krankgeschrieben. Ich konnte. In der Summe war es fast ein Jahr, wo ich nicht arbeiten konnte. Als die Cannabis Therapie dann begonnen habe, konnte ich nach und nach langsam wieder anfangen zu arbeiten. Auch durch den Tod meines Sohnes habe ich sehr viele Triggerpunkte.
Ich war damals noch im Einzelhandel tätig. Auch gerade mit vielen kleinen Kindern durch das Cannabis. Diese Triggerpunkte konnten komplett ausgeblendet werden. Ich konnte mich konzentrieren, ich konnte einfach wieder mich konzentrieren. Am Leben teilhaben. Ich hat wieder innerliche Freude und vor allen Dingen auch Schlaf. Abends wieder tituliert wurde ich als Patient bis jetzt nur einmal. Ich hatte auch bis jetzt nur zwei Verkehrskontrolle, die war aber sehr entspannt.
Also hatte ich lockere Polizisten. Ich habe auch tatsächlich Spastiker auf dem Auto drauf, da war aber auch keine große Nachfrage. Sind auch gar nicht groß darauf eingegangen, haben ganz normal die Kontrolle gemacht und da habe ich bis jetzt noch keine negativen Erfahrungen gemacht. Also aktuell bin ich zufrieden, wie ich eingestellt bin. Ich bin nämlich noch am Durchprobieren mit den Sorten, um die perfekte Sorten zu finden.
Da kann ich auch noch nicht sagen okay, die Sorte ist perfekt, da müsste man mehr machen, Da kann ich noch nicht so viel zu sagen. Aber aktuell bin ich mich auch am Durchprobieren, so dass ich die richtigen Sorten finden und dann damit auch dann weiter durchs Leben gehen. Ich bin auch im ständigen Austausch mit meinem Arzt, wie ich auf die Sorten reagiere.
Einmal pro Halbjahr bin ich auch dann vor Ort, persönlich in der Praxis, also sprich zweimal im Jahr, dass man sich auch persönlich trifft. Und ansonsten bei Rückfragen etc. stehen Telefongespräche, Video Calls alles zur Verfügung. Da bin ich auch dann bestens beraten, sollte ich Fragen oder Anliegen haben. Also ich find der Missbrauch findet jetzt eh schon statt, so wie die Gesetzeslage und wie das alles so ist.
Man muss einfach gucken, dass man Verantwortung svollen Umgang damit findet, sprich dann so was eventuell wie Coffeeshops, dass es wirklich an Personen vielleicht auch dann ab 18 mit einem niedrigeren THC Gehalt und ab 21 dass man da höheren THC Gehalt auch bekommen kann. Und das ist halt auch wie gesagt nur bestimmte Grenzen an Mengen geben sollte. Und es liegt halt an jedem selbst.
Man sollte es wenn möglich natürlich auch dann verantwortungsbewusst auch konsumieren.
Nach dem Tod meines Sohnes entwickelte ich schwere Depressionen, eine posttraumatische Belastungsstörung und ausgeprägte Schlafprobleme. Die klassischen Antidepressiva halfen mir kaum weiter: Entweder spürte ich keine Wirkung oder fühlte mich durch die Medikamente wie betäubt und antriebslos. Alltägliche Aufgaben wurden zur Herausforderung, die Freude am Leben war verschwunden.
Neben der tiefen Traurigkeit hatte ich häufig Schwierigkeiten, mich zu konzentrieren oder längere Zeit bei einer Sache zu bleiben. Innere Unruhe, impulsive Gedanken und das Gefühl, ständig „getrieben“ zu sein, begleiteten mich im Alltag. Diese Symptome erinnerten mich an das, was viele Menschen mit ADHS beschreiben – auch wenn ich selbst keine ADHS-Diagnose habe. Besonders belastend war, dass ich mich kaum noch auf Arbeit oder soziale Kontakte konzentrieren konnte.
Nachdem ich mich intensiv informiert und verschiedene Therapien ausprobiert hatte, entschied ich mich, Medizinalcannabis zu testen. Anfangs war ich skeptisch, doch schon nach kurzer Zeit bemerkte ich positive Veränderungen:
Anders als bei Antidepressiva fühlte ich mich nicht fremdgesteuert, sondern konnte wieder aktiv am Leben teilnehmen und Freude empfinden.
Im Freundeskreis und bei der Familie stieß meine Entscheidung auf Verständnis, doch im weiteren Umfeld begegnete ich gelegentlich Vorurteilen gegenüber Cannabis. Für mich stand jedoch im Vordergrund, dass ich mich endlich wieder stabiler fühlte. Auch im Berufsleben half mir die Therapie dabei, Schritt für Schritt wieder einzusteigen und meine Konzentration zurückzugewinnen.
Ich habe gelernt, dass Medizinalcannabis kein Allheilmittel ist – aber ein wichtiger Baustein, um meine Depressionen und die damit verbundenen Symptome wie Unruhe und Konzentrationsprobleme zu bewältigen. Entscheidend war für mich die ärztliche Begleitung und die Offenheit, verschiedene Sorten auszuprobieren, bis ich die passende gefunden hatte. Zusätzlich habe ich weitere Strategien entwickelt, um mit schwierigen Situationen umzugehen, etwa Entspannungstechniken oder psychologische Beratung.
Meine Erfahrungen zeigen, dass Medizinalcannabis bei schweren Depressionen und ADHS-ähnlichen Symptomen eine spürbare Verbesserung bringen kann – besonders, wenn klassische Medikamente nicht helfen oder zu starke Nebenwirkungen verursachen. Die individuelle Einstellung der Therapie, Geduld und eine offene Begleitung sind entscheidend für den Behandlungserfolg.
Wir helfen Ihnen dabei, die Therapie mit Medizinalcannabis so einfach wie möglich zu starten. So kommen Sie zu Ihrem individuellen Therapieplan.
Wir haben Ihnen einige qualifizierte Telemedizinplattformen ausgesucht, damit Sie die medizinische Cannabistherapie starten können. Sie können auch zu einem Humanmediziner:innen einer Humanmedizinerin gehen, um sich beraten zu lassen. Mit dem Button gelangen Sie zur Ärzt:innensuche in Deutschland.
Vereinbaren Sie online einen Termin und klären Sie Ihre Symptomatik.
Lösen Sie das Rezept in einer Partner-Apotheke ein und erhalten Sie Ihr Medikament.
Ihr Telemediziner steht Ihnen jederzeit zur Verfügung, um Dosierungen anzupassen und den Erfolg zu kontrollieren.
In Foren und Selbsthilfegruppen teilen viele ihre Erfahrungen. Die Berichte sind sehr unterschiedlich – manche profitieren deutlich, andere weniger. Besonders bei Unruhe und Schlafproblemen zeigen sich oft positive Effekte. Jeder Mensch reagiert anders. Lesen Sie hier Beiträge von ADHS PatientInnen, die von ihren Erfahrungen berichten.
Sie sind nicht verpflichtet, von Ihrer Therapie zu erzählen, solange Ihre Leistung nicht beeinträchtigt wird. Medizinalcannabis zur Behandlung zahlreicher Symptome wird gesellschaftlich zunehmend akzeptiert. Ein offener Austausch hilft meistens dabei, Vorbehalte und Fragen zu Medizinalcannabis zu klären.
Patient:innen mit ADHS berichten von weniger Nebenwirkungen als mit konventionellen ADHS-Medikamenten. Einige berichten von einer positiven Wirkung auf Symptome wie Hyperaktivität und Impulsivität unter Medizinalcannabis.7
7 Stueber A, Cuttler C. Self-Reported Effects of Cannabis on ADHD Symptoms, ADHD Medication Side Effects, and ADHD-Related Executive Dysfunction. J Atten Disord. 2022 Apr;26(6):942-955. doi: 10.1177/10870547211050949. Epub 2021 Oct 11. PMID: 34632827.
Die häufigsten Nebenwirkungen sind u. a. anfängliche Müdigkeit, Schwindel oder trockener Mund.6 Die meisten Nebenwirkungen treten zu Beginn der Therapie auf und lassen mit der Zeit nach. Durch eine ärztliche Begleitung und individuelle Dosierung können die Nebenwirkungen minimiert werden. Bei Unsicherheiten sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin.
6 Bar-Lev Schleider L, Mechoulam R, Sikorin I, Naftali T, Novack V. Adherence, Safety, and Effectiveness of Medical Cannabis and Epidemiological Characteristics of the Patient Population: A Prospective Study. Front Med (Lausanne). 2022 Feb 9;9:827849. doi: 10.3389/fmed.2022.827849.
Die Kosten können mehrere hundert Euro monatlich betragen. Krankenkassen übernehmen Kosten, wenn ADHS als schwerwiegend gilt und andere Therapien versagt haben. Bei ADHS ist es schwierig, aber nicht unmöglich – bei Ablehnung können Sie Widerspruch einlegen.