Erstellt am:21.06.2025- Zuletzt aktualisiert:23.07.2025
Die Behandlung von ADHS im Erwachsenenalter ist ein sensibles Thema, das viele Betroffene und Fachleute gleichermaßen beschäftigt. Während klassische Stimulanzien wie Methylphenidat oder Amphetamine lange als Goldstandard galten, geraten sie bei Nebenwirkungen und Unverträglichkeiten an ihre Grenzen. In einigen Fällen werden sogar Opioide zur Behandlung von Begleitsymptomen wie chronischen Schmerzen oder starker innerer Unruhe verschrieben – mit erheblichen Risiken und Nebenwirkungen.
Viviane Küllmar, erfahrene Expertin im Bereich medizinischer Cannabistherapie, gibt Einblicke in ihre Arbeit und die Erfahrungen ihrer Patient:innen.
Ich will es mal so formulieren für mich ist Cannabis eine weitere Möglichkeit. Und gerade wenn es dann um Medikamente geht, wie Opioide mit ihren Nebenwirkungen, die wirklich nicht klein sind und auch nichts, wo man jetzt schnell mal mal eben darüber hinwegsehen könnte. Da ist es dann andersrum aber auch so, dass es auch manchmal schon reicht, die entsprechenden Medikamente, die man sonst dafür benutzt hat oder verordnet bekommen hat, komplett weglassen zu können.
Und alleine durch das, was die Menschen jetzt erleben im Sinne von frei werden, von sehr vielen sehr unangenehmen Nebenwirkungen, Symptomen. Es ist da halt so, dass ich das Gefühl habe, dass viele Menschen wirklich super super dankbar sind. Und das ist vollkommen unabhängig vom Alter und vom Geschlecht und vom Anliegen, dass es einfach etwas gibt, was besser funktioniert.
Und ich persönlich hatte es wirklich von Anfang an, sagen wir, ich fand das interessant. Ich fand die Möglichkeit absolut vorhanden und für mich war es so, dass es im Grunde aus dem chirurgischen Denken für mich so ein bisschen in biochemische das Denken sich gewandelt hat und man dadurch aber auch wirklich ganz klar sagen kann okay, ich sehe die Leute jeden Monat alle paar Wochen.
Man spricht mit den Leuten, man tauscht sich aus, aber man erlebt es auch wirklich an den Menschen selbst mit, wie unglaublich gut es den Menschen tut, zum Beispiel nach acht Jahren mal wieder durchschlafen zu können oder statt total, ja sagen wir mal Nebenwirkungs überladen irgendwo zu sitzen, mir jetzt erzählen zu können Du auch. Ich konnte zum allerersten Mal in meinem Leben mit meinem Kind Fußball spielen.
Und das sind eben so Sachen, die ich sag mal, die werden niemals in irgendeine medizinische Statistik und die werden niemals in irgendeine Studie so krass aufgenommen werden. Aber es ist jetzt ein aktives Erleben, dass ich einfach sage, es ist ein wirklich interessantes Thema. Es ist total wild diskutiertes Thema, aber es gibt halt vielen Menschen unglaublich tolle Möglichkeiten. Ich finde nach wie vor einen meiner Patienten besonders interessant.
Als Mensch, aber auch in dem, was er mir berichtet hat. Wenn man dann eben hört, dass Menschen mit starker Epilepsie, die sonst tagelang nach ihren entsprechenden Attacken, der sie nur noch mit Schmerzen zu Hause lagen und jetzt sagen können ich kann wieder Vollzeit arbeiten, die entsprechenden epileptischen Attacken sind viel weniger geworden und sind weniger intensiv geworden und sie haben eine weniger Nachwirkung.
Und egal was es dann am Ende heißt, finde ich das halt sehr beeindruckend, dass man dann wirklich ganz klar von seiner Richtung her sinnvoll, aber auch eben im ganzen lebensverändernden Medikationen ausgeht. Im Grunde fällt es mir immer schwer zu sagen, das ist was ganz Neues, weil ich halt doch so einige Patienten und Patienten betreue und da eben auch wirklich unterschiedlichste Krankheitsbilder erlebe.
Ich persönlich fand eine Situation besonders schön, als einer meiner eigenen Patienten mit starkem Parkinson auf einmal unter der Therapie selbst relativ entspannt mit mir sprechen konnte, weil er eben einfach von der gesamten Symptomatik des Parkinson weniger eingeschränkt war und sich wieder mit mir austauschen konnte, was vorher schon gar nicht möglich gewesen wäre. Und das ist das, wo ich momentan immer ja, sagen wir mal ein bisschen mit einem weinenden und einem lachenden Auge hinsehe, weil ich eben mitbekomme, was es für einen riesigen Unterschied macht im positiven Sinne für diese Menschen.
Und das ist aber trotzdem gerade bei älteren Personen oft noch als Droge abgestempelt, ist und man da sich von vornherein schon verweigert. Einfach nur deswegen, weil es eben diesen Ruf hat. Und das finde ich sehr schade, weil ich sage mal also mir fallen diverse Sachen ein, die ich ganz entspannt mit meinem Arzt aus Weiß in einer ganz regulären Apotheke kaufen könnte, die, wenn man die Chemie versteht und einzusetzen weiß, genauso als Droge benutzen könnte.
Es hat nur eben nicht diesen schlechten Ruf. Andersrum umso positiver, wenn mir dann jemand erzählt, dass er jetzt eine positive Entwicklung hat und man andersherum aber auch sagt, dass es nie das, dass man sagen könnte, es rettet jetzt alles an allen Krankheitsbildern und macht alles super. Aber es ist halt viel vielseitiger und viel gezielter einsetzbar, als ich das selbst auch jemals gedacht hätte.
Im Grunde formuliert ist das ziemlich treffend. Ich selbst bin auch immer so, dass ich auch in den Erstgesprächen, wenn die Menschen schon super super erleichtert sind, dass sie es überhaupt ärztlich verordnet bekommen, auch grundsätzlich immer sage, dass es niemals die Lösung für alles sein wird. Und das ist jetzt nie egal, was IM nachgesagt wird und egal von wem.
Ich gehe nicht davon aus, dass diese krassen Krankheitsbilder eigenständig heilen wird. In jedem Fall kann man aber den Menschen einfach die Möglichkeit geben, dass sie mehr von ihrem Leben genießen können. Und das ist ehrlich gesagt etwas, was für mich ganz viel mit Ärztin sein zu tun hat, darüber nachzudenken. Das heißt für mich eigentlich damit zu tun, einfach Mensch zu sein und zu überlegen was kann ich jetzt mit meiner Expertise und mit meinen Kontaktmöglichkeiten in jegliche fachliche Richtung ändern für diese Menschen?
ADHS ist keine reine Kinderkrankheit. Immer mehr Erwachsene erhalten die Diagnose – oft nach jahrelangem Leidensweg, begleitet von Konzentrationsstörungen, innerer Unruhe, Impulsivität, Schlafproblemen und häufig auch chronischen Schmerzen. Viele Betroffene berichten, dass klassische Medikamente wie Stimulanzien oder Antidepressiva entweder nicht ausreichend wirken oder zu unerwünschten Nebenwirkungen führen: Herzrasen, Appetitlosigkeit, Schlaflosigkeit, emotionale Abstumpfung.
Gerade bei therapieresistenten Verläufen oder multiplen Begleiterkrankungen suchen Patient:innen nach neuen Wegen. In einigen Fällen werden – meist zur Behandlung chronischer Schmerzen oder schwerer Schlafstörungen – sogar Opioide verschrieben. Doch diese bringen erhebliche Risiken mit sich.
Opioide wie Morphin, Oxycodon oder Tilidin sind potente Schmerzmittel, die in der Medizin unverzichtbar sind – bei akuten, schwersten Schmerzen, etwa nach Operationen oder bei Krebserkrankungen. Ihr Einsatz bei ADHS oder damit verbundenen Symptomen ist jedoch problematisch und sollte nur im Ausnahmefall erfolgen.
Viviane Küllmar betont:„Die Nebenwirkungen von Opioiden sind nicht zu unterschätzen. Sie reichen von starker Müdigkeit, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen über Verstopfung und Übelkeit bis hin zu Abhängigkeit und Toleranzentwicklung. Viele Patient:innen berichten, dass sie sich wie ‚eingepackt‘ fühlen, antriebslos werden und kaum noch am Leben teilnehmen können.“
Gerade bei ADHS, wo bereits Antriebslosigkeit und Konzentrationsprobleme bestehen, können Opioide diese Symptome verstärken. Hinzu kommt: Opioide wirken dämpfend auf das zentrale Nervensystem, beeinflussen den Schlaf-Wach-Rhythmus und können im schlimmsten Fall zu Atemdepressionen führen. Besonders kritisch ist die Gefahr der Abhängigkeit – sowohl körperlich als auch psychisch.
Im Gegensatz dazu bietet Medizinalcannabis eine neue Perspektive. Küllmar schildert:„Für mich ist Cannabis eine weitere Möglichkeit. Gerade wenn es um Medikamente wie Opioide mit ihren Nebenwirkungen geht, die wirklich nicht klein sind und auch nichts, worüber man einfach hinwegsehen kann, ist Cannabis oft eine echte Alternative. Es kommt sogar vor, dass Patient:innen durch die Cannabistherapie ihre bisherigen Medikamente – insbesondere Opioide – ganz absetzen können.“
Das entscheidende Plus: Viele Patient:innen berichten, dass sie unter Cannabistherapie von den unangenehmen Nebenwirkungen der Opioide befreit werden. Sie fühlen sich wacher, klarer und erleben eine spürbare Steigerung der Lebensqualität.
Während Opioide häufig zu starker Müdigkeit, Antriebslosigkeit und kognitiven Einschränkungen führen, berichten ADHS-Patient:innen unter Medizinalcannabis oft das Gegenteil:
Küllmar fasst zusammen:„Das Ziel ist nicht, dass Patient:innen nur noch in der Ecke liegen und keine Schmerzen mehr haben, sondern dass sie ihr Leben wieder aktiv gestalten können.“
Opioide belasten bei längerer Anwendung Organe wie Leber und Nieren und können im Körper kumulieren, was vor allem bei älteren oder vorerkrankten Patient:innen problematisch ist. Medizinalcannabis hingegen hat keine bekannten toxischen Effekte auf diese Organe.Auch das Risiko einer schwerwiegenden körperlichen Abhängigkeit ist bei Cannabis deutlich geringer als bei Opioiden.
Cannabis kann individuell dosiert und in unterschiedlichen Formen (Blüten, Extrakte, Öle) angewendet werden. Dies ermöglicht eine passgenaue Therapie, die sich an die Bedürfnisse und den Alltag der Patient:innen anpasst.Küllmar berichtet:„Gerade bei ADHS ist die Bandbreite der Symptome groß. Manche brauchen einen beruhigenden Effekt, andere mehr Antrieb. Mit den verschiedenen Sorten und Darreichungsformen lässt sich die Therapie flexibel gestalten.“
Viele ADHS-Betroffene leiden unter Schlafstörungen. Während Opioide den Schlaf oft weiter verschlechtern oder zu einem unnatürlichen, wenig erholsamen Schlaf führen, berichten viele Cannabis-Patient:innen von einer deutlichen Verbesserung der Schlafqualität – sie können wieder durchschlafen, fühlen sich erholter und leistungsfähiger.
Küllmar schildert eindrucksvolle Beispiele aus ihrer Praxis:„Ich sehe die Leute jeden Monat, alle paar Wochen. Man spricht mit ihnen, tauscht sich aus und erlebt hautnah, wie gut es den Menschen durch die Cannabistherapie geht. Viele sind einfach dankbar, endlich eine Lösung gefunden zu haben, die ihnen hilft – unabhängig von Alter, Geschlecht oder Vorgeschichte.“
Ein Patient mit langjähriger ADHS und chronischen Schmerzen berichtet:„Nach acht Jahren konnte ich zum ersten Mal wieder durchschlafen. Ich habe wieder Freude daran, mit meinen Kindern zu spielen, statt wie früher nur erschöpft auf dem Sofa zu liegen.“
Ein anderer Patient, der zuvor auf Opioide angewiesen war, erzählt:„Ich konnte die Opiate komplett absetzen. Unter Cannabis bin ich wacher, klarer und habe endlich das Gefühl, mein Leben wieder selbst in der Hand zu haben.“
Diese individuellen Erfolgsgeschichten spiegeln eine zentrale Erkenntnis wider: Die Cannabistherapie ist kein Allheilmittel, aber für viele ADHS-Betroffene ein entscheidender Schritt zu mehr Lebensqualität.
Küllmar betont, dass die Cannabistherapie immer individuell und in enger Abstimmung mit Ärzt:innen und Apotheker:innen erfolgen sollte.„Cannabis allein ist kein Allheilmittel. Entscheidend ist die kontinuierliche Begleitung: Wir nehmen uns viel Zeit, hören zu, passen die Therapie gemeinsam an und vermitteln zusätzliche Hilfen – etwa psychologische Beratung oder Entspannungstechniken.“
Gerade bei ADHS kann die Wirkung von Cannabis sehr unterschiedlich ausfallen. Manche Patient:innen werden ruhiger, andere erleben mehr Energie. Wichtig ist daher die regelmäßige Rückmeldung und die Bereitschaft, Sorten und Dosierungen flexibel anzupassen.
Ein weiterer Vorteil der Cannabistherapie: Sie lässt sich gut mit anderen Maßnahmen kombinieren. Küllmar empfiehlt, neben der medikamentösen Behandlung auch auf Verhaltenstherapie, Entspannungstechniken und psychosoziale Unterstützung zu setzen.„Cannabis kann helfen, akute Symptome zu lindern – etwa innere Anspannung oder Schlafprobleme. Langfristig ist es aber wichtig, auch andere Strategien zu entwickeln, um mit den Herausforderungen des Alltags umzugehen.“
In ihrer Praxis bietet Küllmar daher ergänzende Angebote wie psychologische Beratung oder Gruppengespräche an. Ziel ist es, die Patient:innen ganzheitlich zu stärken und ihnen Werkzeuge an die Hand zu geben, um mit ADHS und Begleiterkrankungen besser zurechtzukommen.
Die Forschung zur Wirksamkeit von Medizinalcannabis bei ADHS steht noch am Anfang, zeigt aber vielversprechende Ansätze. Erste Studien deuten darauf hin, dass Cannabis bei einigen Patient:innen die Symptome von ADHS, insbesondere Unruhe, Impulsivität und Schlafstörungen, lindern kann.Im Vergleich zu Opioiden schneidet Cannabis in Bezug auf Nebenwirkungen, Lebensqualität und Abhängigkeitsrisiko deutlich besser ab.
Trotzdem ist die Datenlage noch begrenzt. Küllmar plädiert für mehr Forschung und eine stärkere Professionalisierung der Cannabistherapie:„Wir brauchen klare Leitlinien, mehr wissenschaftliche Studien und eine objektive Bewertung der verschiedenen Sorten und Anwendungsformen. Nur so können wir die Therapie weiter verbessern und noch mehr Patient:innen helfen.“
Natürlich gibt es auch Herausforderungen: Die gesellschaftliche Akzeptanz von Cannabis als Medikament ist noch nicht überall gegeben. Viele Patient:innen berichten von Vorurteilen im privaten Umfeld oder bei Behörden. Küllmar sieht hier Aufklärung und offene Kommunikation als Schlüssel:„Wir müssen differenzieren: Cannabis als Medikament ist nicht das gleiche wie Freizeitkonsum. Entscheidend ist die ärztliche Begleitung, die richtige Dosierung und eine verantwortungsvolle Anwendung.“
Ein weiteres Thema ist die Kostenübernahme durch Krankenkassen. Viele Patient:innen müssen lange kämpfen, bis die Therapie genehmigt wird. Auch hier unterstützt Küllmar mit Beratung und praktischen Tipps.
Medizinalcannabis bietet für viele ADHS-Betroffene eine echte Alternative zu Opioiden – mit weniger Nebenwirkungen, einem geringeren Abhängigkeitsrisiko und einer spürbar besseren Lebensqualität. Die individuelle Begleitung, die flexible Dosierung und die Möglichkeit, die Therapie mit anderen Maßnahmen zu kombinieren, machen Cannabis zu einem wertvollen Baustein im Behandlungskonzept.
Küllmar resümiert:„Für mich ist das Ziel, dass Patient:innen wieder mehr vom Leben haben – aktiv, selbstbestimmt und mit Freude. Medizinalcannabis kann dabei helfen, wenn andere Therapien nicht ausreichen oder zu viele Nebenwirkungen verursachen.“
Die Zukunft liegt in der weiteren Professionalisierung, mehr Forschung und einer offenen, empathischen Begleitung. So kann Cannabis vielen Menschen mit ADHS neue Perspektiven eröffnen.
Wir helfen Ihnen dabei, die Therapie mit Medizinalcannabis so einfach wie möglich zu starten. So kommen Sie zu Ihrem individuellen Therapieplan.
Wir haben Ihnen einige qualifizierte Telemedizinplattformen ausgesucht, damit Sie die medizinische Cannabistherapie starten können. Sie können auch zu einem Humanmediziner:innen einer Humanmedizinerin gehen, um sich beraten zu lassen. Mit dem Button gelangen Sie zur Ärzt:innensuche in Deutschland.
Vereinbaren Sie online einen Termin und klären Sie Ihre Symptomatik.
Lösen Sie das Rezept in einer Partner-Apotheke ein und erhalten Sie Ihr Medikament.
Ihr Telemediziner steht Ihnen jederzeit zur Verfügung, um Dosierungen anzupassen und den Erfolg zu kontrollieren.
Die häufigsten Nebenwirkungen sind u. a. anfängliche Müdigkeit, Schwindel oder trockener Mund.6 Die meisten Nebenwirkungen treten zu Beginn der Therapie auf und lassen mit der Zeit nach. Durch eine ärztliche Begleitung und individuelle Dosierung können die Nebenwirkungen minimiert werden. Bei Unsicherheiten sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin.
6 Bar-Lev Schleider L, Mechoulam R, Sikorin I, Naftali T, Novack V. Adherence, Safety, and Effectiveness of Medical Cannabis and Epidemiological Characteristics of the Patient Population: A Prospective Study. Front Med (Lausanne). 2022 Feb 9;9:827849. doi: 10.3389/fmed.2022.827849.
Die Kosten können mehrere hundert Euro monatlich betragen. Krankenkassen übernehmen Kosten, wenn ADHS als schwerwiegend gilt und andere Therapien versagt haben. Bei ADHS ist es schwierig, aber nicht unmöglich – bei Ablehnung können Sie Widerspruch einlegen.
Es gibt verschiedene Darreichungsformen von Medizinalcannabis, wie die Inhalation oder die orale Aufnahme über Öle oder Kapseln. Ihr Arzt/ihre Ärztin erstellt einen individuellen Therapieplan für Sie. Auch die Dosierung wird im Therapieverlauf auf sie eingestellt. Besprechen Sie mit Ihrem Arzt/ihrer Ärztin, welche Form am besten für Sie geeignet ist.
In Foren und Selbsthilfegruppen teilen viele ihre Erfahrungen. Die Berichte sind sehr unterschiedlich – manche profitieren deutlich, andere weniger. Besonders bei Unruhe und Schlafproblemen zeigen sich oft positive Effekte. Jeder Mensch reagiert anders. Lesen Sie hier Beiträge von ADHS PatientInnen, die von ihren Erfahrungen berichten.
Patient:innen mit ADHS berichten von weniger Nebenwirkungen als mit konventionellen ADHS-Medikamenten. Einige berichten von einer positiven Wirkung auf Symptome wie Hyperaktivität und Impulsivität unter Medizinalcannabis.7
7 Stueber A, Cuttler C. Self-Reported Effects of Cannabis on ADHD Symptoms, ADHD Medication Side Effects, and ADHD-Related Executive Dysfunction. J Atten Disord. 2022 Apr;26(6):942-955. doi: 10.1177/10870547211050949. Epub 2021 Oct 11. PMID: 34632827.